So können Sie Ihre externe Festplatte netzwerkfähig machen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wenn Sie eine externe Festplatte netzwerkfähig machen wollen, was nicht zwangsläufig mit viel Arbeit oder hohen Anschaffungskosten verbunden sein muss. Viele nutzen Ihre externe Festplatte, um große Datenmengen ansammeln und diese dann ohne große Umstände an diversen kompatiblen Endgeräten nutzen zu können. Mit einem Handgriff kann man seine Daten überall mit hin nehmen, doch ist das überhaupt nötig?

Oftmals hat man seine externe Festplatte über einen Computer zudem ins eigene „Heimnetz“ integriert. So können Sie von jedem im Netzwerk angeschlossenen Rechner bzw. auch von kompatiblen TV’s, Spielekonsolen oder Festplattenrecordern auf Ihre Daten zugreifen und sie nutzen. In diesem Fall müssen Sie Ihre Festplatte nicht einmal mehr anfassen, jedoch ist ein angeschlossener laufender Rechner von Nöten, der eventuell störende Geräusche produziert und unnötig viel Strom verbraucht.

Das Problem ist, dass Ihrer externen Festplatte die notwendige Soft- und Hardware fehlt, um Sie als Netzwerkfestplatte nutzen zu können. Eine Netzwerkfestplatte oder auch „Network Attached Storage“ (NAS) ist im Prinzip eine externe Festplatte mit der nötigen Ausstattung und Performance, damit Sie Daten im Netzwerk verfügbar machen und darüber hinaus verschiedenste Dienste nutzen können. Dabei ist eine Netzwerkfestplatte bei entsprechender Investition in Schnelligkeit und Funktionsumfang fast schon mit einem kleinen Server zu vergleichen.

Der einfachste Weg: Eine externe Festplatte netzwerkfähig machen

Der Vorteil ist, dass Sie auch außerhalb Ihrer Wohnung von überall aus über das Internet auf Ihre Daten zugreifen können, ohne Ihre externe Festplatte überhaupt mitnehmen zu müssen. Die günstigste und praktischste Variante Ihre externe Festplatte netzwerkfähig zu machen ist der Zukauf eines USB-Servers, welche jedoch in Punkto Ausstattung und Datendurchsatz kaum mit einem NAS-System zu vergleichen sind.

Diese Geräte unterstützen den Anschluss diverser Geräte über USB mit Einbindung in das Netzwerk. Überlegen Sie daher, welche Funktionen für Sie von Vorteil sein könnten. Der Fernzugriff über das Internet erfolgt meist über das FTP-Protokoll oder auch per Bit-Torrent. Unterhaltungselektronik in Ihrem Wohnzimmer sollte „DLNA-fähig“ sein, um die Daten der kompatiblen obigen Geräte nutzen zu können.

Üblicherweise nutzen diese Geräte „DHCP“ als Protokoll zur Netzwerkkonfiguration. Die Einbindung ins vorhandene Netzwerk erfolgt in diesem Fall meist automatisch und die Verwendung ähnelt einer direkt angeschlossenen Festplatte. Ansonsten wird teilweise auch „NDAS“ als autonomes System genutzt, um mit verschiedenen Rechnern auf Ihre Daten über das lokale Netzwerk zugreifen zu können. NDAS-Systeme benötigen jedoch einen eigenen Treiber auf jedem Rechner, dafür ist die Performance aber, auch im Vergleich zu NAS-Systemen, doch meist recht ansehnlich.

Ihre externe Festplatte als Netzwerkfestplatte nutzen: Gibt es Alternativen?

Zwei Alternativen möchte ich Ihnen gerne vorstellen, die Ihre externe Festplatte netzwerkfähig machen: Die Erste wird in einem Chip-Artikel zum Thema „Günstige Netzwerkfestplatte im Eigenbau – Daten verteilen leicht gemacht“  beschrieben und befasst sich damit, bereits vorhandene Hardware zu nutzen, um eine eigene Netzwerkfestplatte daraus zu basteln. Diese ziemlich günstige, jedoch nicht ganz einfache „Eigenbau-Lösung“, sollte am besten nur von erfahrenen Anwendern durchgeführt werden und macht natürlich erst Sinn, wenn Sie die nötige Hardware bereits besitzen.

Eine Alternative, um Ihre externe Festplatte netzwerkfähig zu machen, ist der Zukauf eines NAS-Festplattengehäuses Alternative: Netzwerkfestplatten-Gehäuse

Die nächst teurere Lösung eine externe Festplatte netzwerkfähig zu machen im Vergleich zu obigen Geräten, ist der Einbau oder Anschluss an ein reines Netzwerkfestplatten-Gehäuse. Der preisliche Unterschied ist oft nicht sehr groß, dafür aber der in Sachen Ausstattung, Funktion und Geschwindigkeit.

Idealerweise können Sie bei dieser Gelegenheit durch den Zukauf passender Festplatten die Kapazität Ihres Netzwerkspeichers weiter ausbauen, alternativ ist es natürlich technisch genauso möglich Ihre vorhandene externe Festplatte in das NAS-System einzubauen. Dabei ist es u.U. notwendig Ihre externe Festplatte nach dem Einbau in das Netzwerkfestplattengehäuse zu formatieren, was die Löschung Ihrer Daten zur Folge hat. In diesem Fall sollten weitere Ressourcen zum Zwischenspeichern Ihrer Daten verfügbar sein, andernfalls lohnt vielleicht eher der Zukauf einer weiteren Festplatte.

Sollten Sie die Festplatte im Inneren des Gehäuses Ihrer externen Festplatte ausbauen, um sie in Ihrem NAS-System nutzen zu können, gehen meist zudem eventuelle Garantieansprüche verloren. Möchten Sie etwas mehr Investieren und weniger Kompromisse eingehen, sind in diesem Artikel einige typische Funktionen sowie wichtige Auswahlkriterien von Netzwerkfestplatten zusammengestellt. Sicher ist auch der Amazon Ratgeber „Vernetztes Zuhause“ an dieser Stelle recht hilfreich. 

Ich wünsche Ihnen ansonsten noch viel Erfolg und hoffe, dass Sie mit den Erläuterungen Ihre externe Festplatte netzwerkfähig machen konnten!

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